MikroTik Router-Backup¶
Stand: 23. August 2026.
Diese Seite beschreibt das manuelle und geplante zentrale Backup des produktiven MikroTik-Routers.
Binäres RouterOS-Backup¶
Vor größeren Änderungen auf dem Router ausführen:
RouterOS legt anschließend im Dateispeicher des Routers eine Datei an:
Dieses Backup eignet sich vor allem für die schnelle Wiederherstellung auf demselben Gerät beziehungsweise auf einem sehr ähnlichen RouterOS-Stand.
Da ein binäres Backup sensible Konfigurationsdaten enthält, sollte es für eine dauerhafte zentrale Ablage verschlüsselt erzeugt werden.
Lesbarer Konfigurations-Export¶
Bei aktuellem RouterOS werden sensible Werte im normalen Export standardmäßig nicht ausgegeben. Ein manueller Export auf dem Router lautet daher:
Die erzeugte Datei lautet:
Der .rsc-Export ist besonders wichtig für einen manuellen Neuaufbau, Fehlersuche oder eine spätere Migration, weil die Konfiguration lesbar bleibt.
Export direkt auf einen zentralen Linux-Host¶
Der bestehende RouterOS-Benutzer mcp kann den Export über SSH auf stdout ausgeben. Dadurch muss keine .rsc-Datei auf dem Router erzeugt werden und die zusätzliche RouterOS-Dateiübertragungsberechtigung ist nicht erforderlich.
Beispiel auf dem MCP-Server:
Dieser Weg wurde am 23. August 2026 erfolgreich getestet.
Warum /export file=... mit dem MCP-Benutzer nicht funktioniert¶
Die RouterOS-Gruppe mcp-server besitzt bewusst keine ftp-Policy. RouterOS verlangt für das Schreiben eines Konfigurations-Exports in eine Datei zusätzlich zu den Konfigurationsrechten auch die Dateiübertragungs-/Dateirechte. Deshalb schlägt /export file=... als Benutzer mcp mit not enough permissions fehl.
Der direkte SSH-Stream umgeht dieses Problem, ohne die Rechte des bestehenden MCP-Benutzers zu erweitern.
Geplante zentrale Sicherung¶
Für eine regelmäßige automatische Sicherung ist folgende Architektur vorgesehen:
- Job läuft auf dem MCP-Server
10.10.10.33; - lesbarer
.rsc-Export wird über SSH direkt auf den MCP-Server gestreamt; - binäres
.backupwird verschlüsselt erzeugt; - für das Abholen der binären Datei wird vorzugsweise ein separater RouterOS-Backup-Benutzer mit minimal benötigten Rechten und Quelladressbeschränkung auf
10.10.10.33verwendet; - erfolgreiche Sicherungen werden auf den separaten Proxmox-Backup-Datenträger
/mnt/local-backupkopiert; - alte Sicherungen werden nach einer definierten Aufbewahrungszeit automatisch gelöscht.
Der Proxmox-Benutzer mcp-agent hat derzeit noch keine Schreibrechte auf /mnt/local-backup. Vor Einrichtung des Jobs muss dort einmalig ein dediziertes Verzeichnis mit passenden Rechten angelegt werden, zum Beispiel /mnt/local-backup/mikrotik.
Empfehlung vor manuellen Änderungen¶
Mindestens ein binäres Backup anlegen:
Zusätzlich auf einem administrativen Linux-System einen lesbaren Export sichern:
Vor der Firewall-Umstellung vom 23. August 2026 wurde das binäre Backup router-backup-vor-firewall.backup erstellt.